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| 03. Februar bis 27. Mai 2001 |
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Kunst aus dem Deutschordensland Preußen Ausstellung mit dem Diözesanmuseum Pelplin/Polen Ausstellungseröffnung:
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Das sich ab 1231 entwickelnde Deutschordensland Preußen umfaßte ein an
der Südostausbuchtung der Ostsee gelegenes Gebiet von westlich der Weichsel
bis östlich der Memel. In seiner Blütezeit, der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts, entwickelte es sich zu einem der mächtigsten und modernsten Staaten Mitteleuropas. Die Kunst, die in Preußen zu dieser Zeit entsteht, entspricht dem Selbstverständnis und der Bedeutung des Deutschordensstaates. Sie ist einerseits durch vielfältige Einflüsse aus anderen Kulturlandschaften wie Schlesien, Böhmen, Franken oder auch den Hansestädten gekennzeichnet, andererseits entwickelt sie eigenständige Sonderformen. Diese finden wir beispielsweise in den um 1400 enstandenen Schreinmadonnen oder in den kunsthistorischen Hinterlassenschaften des Deutschen Ordens, seinen Burgen. |
| Gemälde des Deutschordenshochmeisters Albrecht von Brandenburg Hans Krell, 1522, Kopie des 19. Jh. nach dem verlorenen Original Evangelisch-Lutherisches Pfarramt, Heilsbronn | |
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Die kriegerischen Auseinandersetzungen mit dem vereinigten Königreich Polen-Litauen und der ständischen Opposition
führen 1466 zum Verlust des westlichen Landesteiles an die Krone Polens.
Aus dem 1928 gegründeten Diözesanmuseum des 60 Kilometer südlich von Danzig liegenden westpreußischen Pelplin stammen die meisten der präsentierten Kunstwerke. Sie finden Ergänzung durch herausragende Objekte aus deutschen Museen, Institutionen und Kirchen. Die Schirmherrschaft über die Ausstellung haben dankenswerterweise die Bischöfe von Pelplin und Hildesheim Prof. Dr. Bernhard Szlaga und Dr. Josef Homeyer, übernommen. |
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| Prunkharnisch des Hochmeisters des Deutschen Ordens Süddeutschland, um 1510 Rüstkammer der Staatlichen Kunstsammlungen, Dresden | |
![]() Kreuzigung-Gemälde aus dem Flügelaltar der Pfarrkirche in Adlig Liebenau, Kr. Marienwerder Westfälische Schule, um 1420/30 Diözesanmuseum, Pelplin/Polen |
  | ![]() Pieta aus der Pfarrkirche in Schellen, Kr. Rößel Preußen, um 1430 Ermland-Haus. Münster |
![]() Mondsichel-Madonna aus dem Kronleuchter der Kirche St. Katharina zu Braunsberg Wohl Ermland, um 1520/25 Ostpreußisches Landesmuseum |
  | ![]() Bernstein-Madonna aus dem Reliquienschatz der "Goldenen Tafel" im Hochaltar der Kirche St. Michaelis zu Lüneburg Preußen, um 1400 Kestner-Museum, Hannover |
![]() Relieffragment mit Darstellung der Geburt Christi aus dem Hochaltar des Domes zu Frauenburg Thorn, 1504 Ostpreußisches Landesmuseum |
  | ![]() Ziborium aus der Pfarrkirche in Konitz Danzig, um 1410 Diözesanmuseum, Pelplin/Polen |
![]() Chormantelschild mit dem Heiligen Georg aus dem Paramentenschatz der Marienkirche zu Danzig Norddeutschland, um 1500 Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Lübeck |
  | ![]() Kopf des Apostels Jakobus d.Ä.; Fragment aus der Kapelle des Hochschlosses der Marienburg Westliches Ordensland Preußen, um 1340 Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg |
| Buch zur Ausstellung:
Ciecholewski, Roman: Quis ut Deus. Schätze aus dem Diözesanmuseum Pelplin. Kunst zur Zeit des Deutschen Ordens. Lüneburg 2001 ISBN 3-932267-27-3 / DM 47,- |