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| 16. November 2002 bis 23. Februar 2003 |
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Eissegeln und Eishockey
"Nationalsport" in Ostpreußen Ausstellungseröffnung: Teller aus Lasdehner Keramik |
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Dass Ostpreußen mit seinen kristallenen Seen, der Ostseeküste und den Haifgewässern ein beliebtes Wassersportrevier war und ist, mag vielen noch bekannt sein; dass die Wasserflächen aber auch im Winter intensiv von Sportlern genutzt wurden, ist fast in Vergessenheit geraten. Für Liebhaber der faszinierenden, rasanten Sportart Eissegeln sind die Seen Masurens ein Begriff - dort werden auch heute wieder internationale Meisterschaften ausgetragen. Dass Ostpreußen aber auch eine Hochburg in der schnellsten Mannschaftssportart der Welt, dem Eishockey, war, weiß kaum mehr jemand. Die Spieler des SV Rastenburg legten nach dem Kriege den Grundstein für die Entstehung der Eishockeyhochburgen Bad Nauheim und Krefeld.
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Die Entwicklung dieser beiden Sportarten in der Region sowie ihre Bedeutung für deren Bewohner und das überregionale Bild Ostpreußens wird der Besucher anhand von Inszenierungen mit Original-Objekten (u. a. eine Eissegelyacht sowie historische Eishockey-Ausrüstung), Bild-, Film- und Tondokumenten nachvollziehen können. Außerdem gibt die Ausstellung einen Einblick in die Entstehung neuzeitlichen Eisvergnügens, indem sie eine Auswahl von Reproduktionen holländischer Landschaftsmalerei aus dem 17. Jahrhundert präsentiert. Aus dieser Zeit stammen die frühesten Darstellungen von winterlichen Freizeitvergnügungen, die als Vorläufer der heutigen Eissportarten gelten können.
Segelschlitten Marke "Eigenbau" von 1917 aus Leisuhnen, Kreis Heiligenbeil ; |
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Die Ostpreußen-Jugendauswahl 1938 in Bad Reichenhall (Foto aus Privatbesitz) |
Tollkühne Männer in (fast) fliegenden Kisten, Angerburg 1935 (Foto: Angerburger Archiv) |
Illustration aus den 20er/30er-Jahren (zur Verfügung gestellt vom Europäischen Eissegelmuseum, Rangsdorf) |
Adriaen Pietersz van de Venne, Der Winter, 1614 (Abbildung: Katalog "Die Kleine Eiszeit", Gemäldegalerie Berlin) |