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Ostpreußisches Landesmuseum in Lüneburg
 
  Wechselausstellungen 2005/06
 
08. Oktober 2005 bis 29. Januar 2006
Gustav Boese (1878-1943)
der "Hausmaler" des Memellandes

Ausstellungseröffnung:
Freitag, 07. Oktober, 19.30 Uhr

Museumspädagogisches Angebot
zur Ausstellung

Kiefern auf der Kurischen Nehrung
Öl/Leinwand, um 1920/24
Leihgabe Familie Stephan, Ostrach

Kiefern auf der Kurischen Nehrung
 
  Ansicht von Memel über das Haff, Öl/Leinwand, 1923, Leihgabe Familie Stephan, Ostrach
Ansicht von Memel über das Haff
Öl/Leinwand, 1923,
Leihgabe Familie Stephan, Ostrach
Malerische, kleine Orte, eine karge Landschaft, Häfen und das einfache Leben der Fischer und Bauern: Das Memelland, insbesondere die Kurische Nehrung, sind von sehr vielen Malern im 19. und 20. Jahrhundert gemalt worden. Doch nur einer von ihnen erhielt den Titel "Hausmaler des Memellands": Gustav Boese.

Er wurde am 19. Mai 1878 in Schwerin an der Warthe geboren und entdeckte als junger Künstler die malerische Schönheit des Landstrichs.
 
  Als Soldat kam Boese 1914 nach Memel und lernte die Landschaft kennen, die ihn in ihren Bann schlug. Der Künstler - ausgebildet an der Kunstgewerbeschule in Berlin - malte Land und Leute mit eingehender Liebe und zog durch alle Teile dieser Region. Zeichnung, Lithographie und Ölgemälde waren seine wesentlichen Ausdrucksmittel. Wanderdüne auf der Kurischen Nehrung, Öl/Malpappe, um 1920/24, Leihgabe Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Düsseldorf
Wanderdüne auf der Kurischen Nehrung
Öl/Malpappe, um 1920/24
Leihgabe Stiftung Gerhart-
Hauptmann-Haus, Düsseldorf
   
  Blick von der Dange auf die Johanniskirche, Bleistift, Farbstift, Aquarell, um 1920/23, Leihgabe Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Düsseldorf
Blick von der Dange
auf die Johanniskirche

Bleistift, Farbstift, Aquarell,
um 1920/23 Leihgabe Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Düsseldorf
Nach der litauischen Besetzung des Memellands 1923 wurde Boese den neuen Behörden als herumziehender Maler wohl verdächtig, jedenfalls wiesen sie ihn 1924 aus. Er kehrte zurück nach Berlin. Doch 1939 - das Memelland wurde an Deutschland zurückgegeben - zog es ihn wieder in die Gegend, die ihn zu vielen seiner Werke inspirierte. Gustav Boese verstarb 1943 in Berlin. Vielen Memelländern blieb er in bildhafter Erinnerung durch seine weit in Privatbesitz verstreuten Werke.

Die Ausstellung zeigt die Breite des künstlerischen Schaffens von Gustav Boese während seiner ersten Jahre im Memelland. Die Bilder sprechen von seiner Liebe zum Alltag der Menschen und zu den Details ihrer Umgebung.
 
 
Blick auf Schwarzort vom Haff aus Lithographie, um 1920/23, Leihgabe Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Düsseldorf
Blick auf Schwarzort vom Haff aus
Lithographie, um 1920/23
Leihgabe Stiftung Gerhart-
Hauptmann-Haus, Düsseldorf
Fischerhütten und Kirche in Schwarzort, Öl/Leinwand, um 1920/24, Leihgabe Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Düsseldorf
Fischerhütten und Kirche in Schwarzort
Öl/Leinwand, um 1920/24
Leihgabe Stiftung Gerhart-
Hauptmann-Haus, Düsseldorf
 
 
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