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Vortrag : "Ostpreußen. Geschichte und Mythos" |
| Ostpreußisches Landesmuseum | |
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Vortrag: "Ostpreußen. Geschichte und Mythos" Vortrag von Dr. Andreas Kossert Deutsches Historisches Institut, Warschau/Polen Eine Veranstaltung des Kulturreferats für Ostpreußen Eintritt: 3,-- € (ermäßigt: 2,-- €) | |
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Von Ostpreußen geht eine besondere Faszination aus. Nicht nur die herbe Schönheit seiner Landschaft zieht Menschen in ihren Bann, Ostpreußens Kultur- und Geistesgeschichte haben ganz Europa bereichert. Der junge Historiker Andreas Kossert legt nun in "Ostpreußen. Geschichte und Mythos" eine moderne und wunderbar erzählte Gesamtgeschichte Ostpreußens vor, die sich historiographisch auf höchstem Niveau bewegt. Erstmals wird hier die tausendjährige Vergangenheit des Landes in seiner kulturellen und ethnischen Vielfalt dargestellt.
Nicht nur für die Deutschen, auch für Polen, Litauer und Russen spielt Ostpreußen eine zentrale Rolle im kollektiven Gedächtnis. Auf allen Seiten überwog bis 1989 eine einseitige, nationale Geschichtsschreibung. Die Auseinandersetzung mit der ehemaligen östlichen Provinz Preußens war das Paradebeispiel für eine ideologisch motivierte Forschung, die der politischen Legitimation dienen sollte. |
Andreas Kossert: Ostpreußen. Geschichte und Mythos. München 2005 |
| Ostpreußen wurde in der deutschen Nachkriegszeit zu einem Phantom: von der Rechten überhöht, von der Linken dagegen ignoriert und tabuisiert, erhielt das Bild des Landes zunehmend mythische Züge. | |
![]() Andreas Kossert |
Die Deutung der Geschichte Ostpreußens lag in der Bundesrepublik nach 1945 überwiegend in den Händen der Vertriebenenverbände, die jedoch manche Aspekte der Vergangenheit ausblendeten. Von links wurde dagegen jede Beschäftigung mit dem deutschen Osten als potentiell revanchistisch verteufelt. Andreas Kossert betrachtet Ostpreußen als elementaren Bestandteil der preußisch-deutschen und der europäischen Geschichte. Die Überwindung nationaler Deutungsmuster öffnet den Blick für ein seinem Wesen nach multiethnisches Land.
Andreas Kossert, geboren 1970, studierte in Deutschland, Schottland und Polen Geschichte, Slawistik und Politik. Der promovierte Historiker arbeitet heute am Deutschen Historischen Institut in Warschau. 2001 erschien sein viel beachtetes Buch "Masuren. Ostpreußens vergessener Süden", das auch seit 2004 in polnischer Übersetzung vorliegt. |
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