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Vortrag: Trakehnen in seiner Bedeutung für die Provinz Ostpreußen |
| Ostpreußisches Landesmuseum | |
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Vortrag: Trakehnen in seiner Bedeutung für die Provinz Ostpreußen Vortrag von Erhard Schulte Eine Veranstaltung des Kulturreferats für Ostpreußen Eintritt: 3,-- € (ermäßigt: 2,-- €) |
| Die Gründung des Hauptgestüts Trakehnen 1732 markiert den Beginn einer weltweit einmaligen Erfolgsgeschichte. Was als Versuch, den Pferdenachschub für das preußische Militär zu sichern begann, entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einem Trendsetter in Sachen Pferdezucht. Zielstrebig und konsequent wurde aus eigenem, bodenstämmigen Material nur das Beste weitergezüchtet. Einzig Hengste aus englischem und arabischem Vollblut wurden als Veredler eingesetzt. |
Postkarte: Hauptgestüt Trakehnen Foto: Bruno Perling, Königsberg. Postkartensammlung, Ostpreußisches Landesmuseum, Lüneburg |
| Innerhalb weniger Jahrzehnte gelang es, Pferde heranzuziehen, die einerseits den Bedürfnissen der Kavallerie nach einem schnellen und wendigen Pferd und andererseits dem Interesse der Landwirtschaft nach einem kräftigen Pferd gerecht wurden. Die aus Ostpreußen stammenden Militärpferde stärkten Preußens Aufstieg zur führenden Macht in Deutschland. In der Landwirtschaft stabilisierte der Einfluss Trakehnens einen leistungsfähigen Pferdebestand auf hohem Niveau, der ein wesentliches Rückgrat der Bedeutung der ostpreußischen Landwirtschaft als "Kornkammer Deutschlands" war. Ostpreußische Warmblutpferde Trakehner Abstammung waren zum Ende des 19. und zu Beginn des vorigen Jahrhunderts in ganz Deutschland und Europa gefragt, selbst nach Übersee wurden sie verkauft. Im 20. Jahrhundert gewann der Pferdesport zusätzliche Bedeutung. Nicht zufällig stammten sechs der neun Pferde der deutschen Olympiamannschaft 1936, die die meisten Goldmedaillen errang, aus Ostpreußen. Die Qualität der "edlen ostpreußischen Warmblutpferde Trakehner Abstammung", so ihr offizieller Name vor 1950, sicherte ihnen dann auch das Überleben unter unvorstellbar schwierigen Bedingungen unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Verlust ihrer Heimat. Erhard Schulte ist seit Jahrzehnten in zahlreichen Aufgaben rund um das Trakehner Pferd aktiv. |
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