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Erzähler von links nach rechts: Edeltraut Kowald, Herta Ilchman, Joachim Gronau und Ingrid Hoop |
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Flucht und Vertreibung gehören zu den dunklen Kapiteln des 20. Jahrhunderts. Als Folge des Zweiten Weltkrieges mussten über zwei Millionen Menschen aus dem früheren Ostpreußen flüchten oder wurden vertrieben. Um die Erinnerung an diese schrecklichen Ereignisse wach zu halten, bietet das Kulturreferat für Ostpreußen am Ostpreußischen Landesmuseum in Zusammenarbeit mit Martina Brinkmann von "Rohnstock Biografien" einen Erzählsalon für Schüler an. Für die Veranstaltungen werden Zeitzeugen eingeladen, die über die Ereignisse der Jahre 1944/1945 berichten. Die Zeitzeugen erinnern sich beispielsweise an die Flucht, die Trecks und die Ankunft in Westdeutschland. Das autobiografische Erzählen der Gäste kreist aber auch um das Leben in der früheren Heimat, um Haus und Hof, Familie, Feste und Traditionen, Ausbildung und Beruf, Werte und Normen. So erhalten die Schüler nicht nur eine authentische Schilderung von Flucht und Vertreibung, sondern auch ein eindrucksvolles Bild vom Leben im früheren Ostpreußen. Im Anschluss an die Erzählungen können die Schüler Fragen stellen und mit den Zeitzeugen diskutieren. Der Erzählsalon ist insbesondere für Schüler geeignet, die im Rahmen des Geschichtsunterrichts die Themen Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg durchgenommen haben. Als zeitlicher Rahmen sind zwei Unterrichtsstunden vorgesehen: etwa 60 Minuten für die Berichte der Zeitzeugen und ungefähr 30 Minuten für die anschließende Diskussion. Die Termine können individuell abgesprochen werden. Der erste Erzählsalon fand bereits am 30. Mai 2005 statt. Die "Landeszeitung" berichtete darüber am 31. Mai 2005.
Auskunft: Agata Kern |