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| 16. Februar bis 26. Mai 2002 |
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Volkskunde des Memellandes Ausstellung mit dem Museum Silute/Heydekrug aus Litauen Ausstellungseröffnung: |
Sammlungsraum im Museum Silute/Heydekrug
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Bildnis des Hugo Scheu (mit Kirchenmodell) auf der Altarwand der ev. Kirche Heydekrug/Silute, 1926 gemalt von Richard Pfeiffer |
Die Sammlung des Ökonomierates und Generallandschaftsdirektors Hugo Scheu (1845 - 1937) in Heydekrug/Silute (heute Litauen) dokumentiert das kulturgeschichtliche Wirken dieser für das nördliche Ostpreußen hervorragenden Persönlichkeit.
Als Sohn eines Reeders begann Scheu nach einem Studium der Landwirtschaft in Berlin und praktischer Lehrzeit in Ostpreußen 1837 mit einem eigenen landwirtschaftlichen Betrieb im Kreis Memel, erwarb 1889 das Gut Adlig Heydekrug und initiierte die Kolonisation im Moorgebiet um Heydekrug. |
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Das nordöstliche Ostpreußen war seit dem 15. Jahrhundert auch von eingewanderten Litauern besiedelt, die im Memelland wesentliche Teile der einfachen Landbevölkerung bildeten.
Scheu lernte die litauische Sprache, erforschte litauische Sprachzeugnisse und sammelte Beispiele der memelländischen Sachvolkskunde, außerdem Objekte der Naturkunde und Vorgeschichte des Landes. |
![]() Küchentisch und Stuhl, spätes 19. Jahrhundert |
Tracht einer Memelländerin, Ende 19. Jahrhundert |
Die memelländische Volkskunst der Sammlung Scheu blieb zum Teil nach 1945 erhalten und bildet heute den Grundstock des Museums in Silute/Heydekrug. Die seit längerem bestehnden Kontakte des Ostpreußischen Landesmuseums dorthin ermöglichen es jetzt, fas den ganzen Bestand in Lüneburg zu präsentieren.
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Großer Kleiderschrank, 18. Jahrhundert |
Zur Ausstellung erscheint ein Katalogheft, ca. 40 S. reich, z.T. farbig, bebildert, € 5,00 |