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Ostpreußisches Landesmuseum in Lüneburg
 
  Wechselausstellungen 2009
 
04. Juli 2009 bis 25. Oktober 2009
Natur- und Umweltschutz verbinden
Deutsch-Russische Umweltkooperationsprojekte im Kaliningrader Gebiet
(Königsberg, nördliches Ostpreußen)



Ausstellungseröffnung:
Freitag, 03. Juli, 19.30 Uhr

Eine Pressemitteilung als PDF finden sie hier.

Museumspädagogische Angebote zur Ausstellungen finden sie hier.


Mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)


Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und aus Mitteln des Landes Niedersachsen.
DBU Logo
 
  Prof. Heinz Sielmann vor der Fanganlage der Biologischen Station Rybatschij (Vogelwarte Rossitten), die durch das Engagement seiner Stiftung weiterentwickelt wurde, 2001
Prof. Heinz Sielmann vor der Fanganlage der Biologischen
Station Rybatschij (Vogelwarte Rossitten), die durch
das Engagement seiner Stiftung weiterentwickelt wurde, 2001
Im Frühjahr 1945 übernahm die Sowjetunion das nördliche Ostpreußen mit der Hauptstadt Königsberg, das 1946 zur russischen Oblast Kaliningrad wurde. Nirgendwo war der „Eiserne Vorhang“, der Europa trennte, so undurchdringlich wie dort; kaum eine Nachricht drang heraus.

Als das Gebiet mit der Wende im früheren Ostblock wieder zugänglich wurde, offenbarten sich gravierende Defizite im Umweltschutz und erhebliche Probleme durch unkontrollierte Nutzung der natürlichen Ressourcen.
  Als erste Organisation wurde die Heinz Sielmann Stiftung im nördlichen Ostpreußen aktiv. Ihr Namensgeber, Prof. Heinz Sielmann (1917-2006), erinnerte sich zeitlebens an den Impuls für seine spätere Karriere, den er 1937 an der damals deutschen Vogelwarte Rossitten erhielt.

Als deren Nachfolgerin in der russischen Oblast Kaliningrad, die Biologische Station Rybatschij, als Folge des Zusammenbruchs der Sowjetunion die Schließung drohte, übernahm die Heinz Sielmann Stiftung 1996 eine bis heute bestehende Hilfe bei der dringend notwendigen Bau und Renovierung von Gebäuden und die Grundsicherung der wissenschaftlichen Arbeiten.
Umweltbewusstsein im Kaliningrader Gebiet. Ergebnis einer Studie der Robert Bosch Stiftung, 2005
Umweltbewusstsein im Kaliningrader Gebiet. Ergebnis einer Studie der Robert Bosch Stiftung, 2005
  Pflanzenklaeranlage in Iljuschino (Milluhnen), 2005 errichtet
Pflanzenkläranlage in Iljuschino (Milluhnen),
2005 errichtet
Seit Verabschiedung des deutsch-russischen Umweltabkommens 1992 hat sich eine Kooperation beider Länder im Natur- und Umweltschutz entwickelt, von der das Kaliningrader (Königsberger) Gebiet in besonderer Weise profitiert. Doch noch immer gibt es viel zu tun. Naturschutz, umweltverträglicher Tourismus, Landschaftsplanung und Landnutzung, Kulturgüterschutz, Wasser und Wasserreinhaltung, Umwelttechnik und Energie sowie Umweltkommunikation sind die Felder, in denen deutsch-russische Kooperation stattfand. Zahlreiche Projekte wurden von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt, weitere durch private Träger, Stiftungen oder NGOs.
  Die Parkanlage Luisenwahl war vor 1945 einer der bedeutendsten Erholungsräume innerhalb der ostpreußischen Hauptstadt Königsberg. Wie viele Gebäude und Anlagen, die an die deutsche Vergangenheit der Stadt erinnern, fielen der Park und die dort stehende Bank, die zum Andenken an die preußische Königin Luise errichtet wurde, in der Sowjetzeit willkürlicher Zerstörung und gedankenloser Vernachlässigung zum Opfer. Ihre Wiederherstellung mit Hilfe der DBU. Luisenbank im wieder hergestellten, heutigen Zentralpark in Kaliningrad (ehemaliger Luisenwahl), Projekt der DBU 2005
  Landmaschinenschulung im Rayon Slawsk (ehem. Kreis Heinrichswalde), Projekt der DBU von 2001 bis 2008
Landmaschinenschulung im Rayon Slawsk
(ehem. Kreis Heinrichswalde),
Projekt der DBU von 2001 bis 2008
Die einstmals reiche Kulturlandschaft, eine der „Kornkammern Deutschlands“, veränderte sich durch Vernachlässigungen in der Pflege der Drainagen, Fehler bei der Bodenbearbeitung, Kollektivierung und industrielle Nutzung riesiger Flächen mit nachfolgender Winderosion zur Gras- oder Kräutersteppe oder wurde von der natürlichen Vegetation Mitteleuropas, dem Wald zurück erobert. Mehrere Projekte helfen selbständig gewordenen Landwirten, ihr Land umweltgerechter, nachhaltiger oder einfach effektiver zu nutzen.
  Als erste Organisation wurde die Heinz Sielmann Stiftung im nördlichen Ostpreußen aktiv. Ihr Namensgeber, Prof. Heinz Sielmann (1917-2006), erinnerte sich zeitlebens an den Impuls für seine spätere Karriere, den er 1937 an der damals deutschen Vogelwarte Rossitten erhielt.

Als deren Nachfolgerin in der russischen Oblast Kaliningrad, die Biologische Station Rybatschij, als Folge des Zusammenbruchs der Sowjetunion die Schließung drohte, übernahm die Heinz Sielmann Stiftung 1996 eine bis heute bestehende Hilfe bei der dringend notwendigen Bau und Renovierung von Gebäuden und die Grundsicherung der wissenschaftlichen Arbeiten.

SALEM Kinder- und Jugenddorf „Regenbogen“ bei Ljublino (Seerappen),
Aufbau des ersten seiner Art im Kaliningrader Gebiet,
nach ökologischen Grundsätzen, seit 1998
 Museumspädagogisches Begleitprogramm
  Gruppen-Führungen durch die Ausstellung nach
telefonischer Anmeldung unter 04131-75995-0 oder -20,
Gebühr 25 €, zzgl. Eintritt 2 €

Museum erleben: Natur- und Umweltschutz verbinden
Führung durch die Ausstellung
Di. 07.07., 14.30 bis 16.30 Uhr,
Eintritt 4 € (inkl. Kaffee, Tee und Gebäck)
Gruppen nach Voranmeldung.
Gesonderte Termine sind nach Absprache möglich.
Was ist eine Vogelwarte?
In Rossitten auf der Kurischen Nehrung gab es die erste Vogelwarte der Welt.
Sie wurde 1901 gegründet und beschäftigt sich bis heute v.a. mit der Erforschung des Vogelzuges.
Heute heißt sie Biologische Stadion Rybatschij und liegt im nördlichen, russischen Teil des ehemaligen Ostpreußen.
Die Schüler sollen anhand der Ausstellung Einblick bekommen in die Arbeit einer Vogelwarte und die idealen Voraussetzungen für wissenschaftliche Untersuchungen auf der Kurischen Nehrung erkennen.

Museumsgespräch geeignet für Schülerinnen und Schüler
ab der 5. Klasse
Eintritt für Schulklassen frei
Tel. Anmeldung: 04131-75995-0
 
 
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