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| 23. September 2006 bis 28. Januar 2007 |
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Zum Besten der Ostpreußenhilfe
Zum Wiederaufbau Ostpreußens ab 1915 Ausstellungseröffnung: Freitag, 22. September, 19.30 Uhr Zur Ausstellung erscheint eine Broschüre: Die Ostpreußenhilfe im Ersten Weltkrieg. Husum 2006, 72 Seiten, 43 meist farbige Abb. 7,95 €
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Das zerstörte Pillkallen (Schloßberg), Postkarte der Ostpreußenhilfe nach einem Gemälde von A. Kraska, 1915 |
Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wurden etwa zwei Drittel der Provinz Ostpreußen von russischen Truppen besetzt. Zweimal, im August und September 1914 sowie im Winter 1914/15, gingen hunderttausende Einwohner auf die Flucht. Im Februar 1915 gelang es endgültig, den Feind zu vertreiben. Schwere Zerstörungen waren die Folge der Besetzungen und Kriegshandlungen. 39 Städte und ca. 1900 Dörfer waren verwüstet. |
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| Mitten im Krieg begann neben der staatlichen Wiederaufbauhilfe eine groß angelegte private Hilfsaktion. Die "Ostpreußenhilfe" wurde Dachorganisation von schließlich 61 Patenschaftsvereinen. Diese unterstützten bis Mitte der 1920er Jahre den Wiederaufbau Ostpreußens. |
Rückkehr ostpreußischer Flüchtlinge Postkarte 1915 |
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Flucht in Ostpreußen im August 1914 Gemälde von Claus Bergen |
Die Patenschaftsvereine waren nach Städten, Regierungsbezirken, Provinzen oder deutschen Ländern usw. organisiert für Orte und Kreise in Ostpreußen. Viele Hilfsvereine ließen bei der Königlichen Porzellan Manufaktur Berlin (KPM) Patenschaftsteller herstellen. Diese wurden verkauft, um Spendengelder einzunehmen. Diese Teller, heute ein selten gewordenes Sammlergut, sind als sichtbarer Ausdruck dieser bedeutendsten privaten Kriegswohlfahrtsorganisation von 1914/18 erhalten. Die Ausstellung erinnert an die Ostpreußenhilfe des Ersten Weltkriegs. Sie zeigt neben vielen Zeitdokumenten zum ersten Mal alle heute noch nachweisbaren Patenschaftsteller. |
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Veranstaltungsreihe „Museum erleben“ am 21.11.06: Hilfe in der Kriegsnot - Führung durch die Ausstellung Der Ausstellungsautor erläutert historische Umstände und Auswirkungen der Ostpreußenhilfe des Ersten Weltkrieges und berichtet über die Entstehung der Ausstellung. 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr - Eintritt: 4 € (inklusive Kaffee und Gebäck) Gruppen nach Voranmeldung - gesonderte Termine nach Absprache möglich |
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Das zerstörte Darkehmen Teller der Ostpreußenhilfe, Meißen 1915. Heimatstube Angerapp, Mettmann |
Erinnerungsteller des Gesamtverbandes der Ostpreußenhilfe. KPM, Berlin, Mai 1915, Privatbesitz |