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Ostpreußisches Landesmuseum in Lüneburg
 
  Wechselausstellungen 2003
 
01. Februar bis 06.April 2003
Geschichte der Deutschen in St. Petersburg
Ausstellung des Deutsch-Russischen Kulturinstituts Dresden

Ausstellungseröffnung:
Freitag, 31. Januar, 19.30 Uhr

durch den Konsul am Russischen Generalkonsulat Hamburg, Herrn Nikolaj Mossin, sowie den Vorsitzenden des Deutsch-Russischen Kulturinstituts in Dresden, Herrn Dr. Wolfgang Schälike,

  Vor 300 Jahren gründete Zar Peter der Große die neue Hauptstadt des Russischen Reiches - St. Petersburg.

Auf seinen Reisen durch Europa (u.a. besuchte er 1697 die preußische Residenz Königsberg) hatte sich der Monarch viele Anregungen geholt, wie sein Land den Anschluss an die westlichen Errungenschaften finden könnte.

  Ein Symbol dafür war das 'Fenster zu Europa', wie St. Petersburg genannt wurde. Damit Wissenschaft und Technik, Kunst und Handwerk in der neuen Metropole aufblühen konnten, brauchte man ausländische Spezialisten.
  Im Laufe des 18. Jahrhunderts entstand eine regelrechte deutsche Kolonie. Bis ins 19. Jahrhundert hinein betrug der Anteil der deutschen Bevölkerung annähernd 10 %. Darunter waren Wissenschaftler, Ärzte, Apotheker, Händler und Handwerker. Anfangs gezielt angeworben, zogen sie bald selbst in die neue Residenz.

Bis zum Ersten Weltkrieg leistete die deutsche Bevölkerung einen bedeuteten Beitrag zum Aufstieg St. Petersburgs zu einer der führenden Metropolen Europas.

  Die Ausstellung wurde anlässlich des 300-jährigen Stadtjubiläums von St. Petersburg vom Deutschen Generalkonsulat in St. Petersburg zusammen mit dem Kulturkomitee der Stadt und der Evangelisch-Lutherischen Kirche initiiert und von Historikern der Russischen Akademie der Wissenschaften konzipiert.

Das Ostpreußische Landesmuseum zeigt die Ausstellung "Geschichte der Deutschen in St. Petersburg" auch im Hinblick auf die geplante Erweiterung um eine deutsch-baltische Abteilung. Gerade der deutschstämmige Adel aus dem Baltikum spielte im 18. und 19. Jahrhundert eine bedeutende Rolle am Zarenhof.

Die Ausstellung bietet auf 27 Tafeln - ergänzt um einige Exponate zu Deutschen aus (Ost-)Preußen und dem Baltikum in St. Petersburg - u.a. einen Überblick über die deutschen 'Kolonien', das soziale Leben (Handwerk, Medizin, Bildung und Militärwesen), die Kirchengemeinden, die Rolle der Deutschen in der Wirtschaft (Geschichte deutscher Firmen wie z. B. Siemens), der Wissenschaft, Architektur, Literatur und den schönen Künsten sowie im Buch- und Druckereiwesen.

Die Ausstellung ist als Dauerausstellung in der Petrikirche auf dem Newski Prospekt in St. Petersburg zu sehen. Die hier präsentierte Reproduktion wird im Auftrag des Deutschen Generalkonsulats in St. Petersburg vom Deutsch-Russischen Kulturinstitut in Dresden verliehen.

   
 
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