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Ostpreußisches Landesmuseum in Lüneburg
 
  Wechselausstellungen 2003
 
27. September 2003 bis 4. Januar 2004
Von Ostpreußen in die Welt
Der Völkerkundler, Zoologe und Museumsgründer Hugo Schauinsland (1857-1937)

Ausstellungseröffnung:
Freitag, 26. September, 19.30 Uhr


 
Hugo Schauinsland (li.) mit Freunden
in Königsberg, um 1885.
,
(Foto aus Privatbesitz)

Hugo Schauinsland wurde auf einem Gut im Kreis Labiau geboren. In Königsberg studierte er ab 1878 Zoologie. 1887 wurde er damit beauftragt, die naturvölker- und handelskundlichen Sammlungen der Stadt Bremen zu betreuen.

Diese Tätigkeit führte zur Gründung des 1896 eröffneten Städtischen Museums, des heutigen Überseemuseums. 46 Jahre lang bestimmte er die Arbeit eines der wichtigsten Museen im damaligen Deutschland und eines vorrangigen Ausflugszieles der Region.

  In den Jahren von 1896 bis 1914 führte Hugo Schauinsland vier große Sammelreisen für das Bremer Museum durch. Sein besonderes Interesse galt den Hochkulturen Ostasiens und den Bewohnern des damaligen deutschen Kolonialgebiets im Südpazifik.

Neben wertvollen naturkundlichen Sammlungen bestand der Großteil der Erwerbungen jedoch aus völker- und handelskundlichen Exponaten. Sie gehören bis heute zu den wichtigen Quellen für die ethnologische Forschung.




Passagierdampfer „Prinzregent Luitpold“ des Norddeutschen Lloyd, um 1900. Die in Bremen ansässige Reederei unterstützte Schauinslands Bemühungen für das Museum in großzügigster Weise. mit diesem Schiff reiste er 1897 und 1907/08 in Südasien.
(Foto: Archive Bremer Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte sowie HAPAG-Lloyd AG)
 
Hugo Schauinsland (re.) bei den Ainu auf Hokkaido, Japan1914
(Foto aus Privatbesitz)


Auch als Wissenschaftler hat sich Hugo Schauinsland einen Namen gemacht. neben wichtigen Beiträgen zur Embryonalentwicklung niederer Wirbelloser erforschte er die Tier- und Pflanzenwelt der Haweii-Insel Laysan und die Entwicklungsgeschichte des wohl ursprünglichsten noch lebenden Kriechtieres, der Brückenechse (Sphenodon punctatus) Neuseelands.
 
 
 
Die Ausstellung zeigt einen Überblick über die Spuren, die dieser bedeutende Ostpreuße bis heute hinterlassen hat.

Die Ausstellung wurde mit freundlicher Unterstützung des Überseemuseums, Bremen, gestaltet.


Keramik aus China, Ergebnisse der
vierten großen Reise 1913/14

(Foto: Archiv Überseemuseum)
 
 
Hugo Schauinsland (dunklere Jacke) mit Angehörigen der deutschen Kolonialverwaltung in Neupommern (Neubrittannien), 1906.
(Foto aus Privatbesitz)

Schaugruppe „Duk-Duk-Tänzer“ aus Neupommern (Neubritannien) im Bremer Museum, vor 1945
(Foto: Archiv Überseemuseum)
 
 
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