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Ostpreußisches Landesmuseum in Lüneburg
 
  Wechselausstellungen 2004
 
01. Mai bis 29. August 2004
Tabak und Tonpfeifen im
südlichen Ostseeraum und in Schlesien

Ausstellung mit dem internationalen Arbeitskreis Tonpfeifen und der Lüneburger Stadtarchäologie

Ausstellungseröffnung:
Freitag, 30. April, 19.30 Uhr


Schale mit Tonpfeiferaucher
Lüneburg, 1818, Museum für das Fürstentum Lüneburg

Schale mit Tonpfeiferaucher, Lüneburg, 1818, Museum für das Fürstentum Lüneburg
 
  Niederländische Tonpfeifen aus dem 17. Jh. Fundort: Altstadt von Elbing Museum Elblag/Elbing, Polen
Niederländische Tonpfeifen
aus dem 17. Jh.

Fundort: Altstadt von Elbing
Museum Elblag/Elbing, Polen
Wer im 17. Jahrhundert dem neuen Genuss des Rauchens frönen wollte, benötigte ein Hilfsmittel - eine Tonpfeife!

Das blieb bis ins 19. Jahrhundert so, denn trotz der zunehmenden Konkurrenz von Pfeifen aus anderen Materialien, Zigarren, Schnupf- und Kautabak waren Tonpfeifen das populärste Hilfsmittel zum Genießen von Tabak, sozusagen die "Zigarette" des 17. und 18. Jahrhunderts.
  Historische Tonpfeifen sind nicht nur für den Archäologen sehr interessant. Sie sind sehr häufig unbeschadet im Boden erhalten und geben mit vielfältigen Verzierungen, Marken und Inschriften Auskunft über Ort und Zeit ihrer Herstellung.

Tonpfeifen sind wichtiges "Leitfossil" für andere Funde des Alltags, die sich nicht so genau datieren lassen. Sie gelten als das wichtigste archäologische Zeugnis für die Kulturgeschichte (nicht nur) des Rauchens im Barock.
Tabakpflanze nicotianum nicotianum - Stich aus dem 19. Jh.; Sammlung Kluttig & Kügler
Tabakpflanze
nicotianum nicotianum

Stich aus dem 19. Jh.;
Sammlung Kluttig & Kügler
 
  Glasierte Tonpfeifen aus Schlesien (?), 17. Jh. Fundort: Breslau - Archäologisches Museum Wroclaw/Breslau, Polen
Glasierte Tonpfeifen
aus Schlesien (?), 17. Jh.

Fundort: Breslau - Archäologisches Museum Wroclaw/Breslau, Polen (Besitz Ostpreußisches Landesmuseum, Lüneburg)
Die sich der Kulturgeschichte dieses Alltagsgegenstandes früherer Zeiten widmende Ausstellung blickt erstmals besonders auf die Entwicklung im südlichen Ostseeraum und in Schlesien.

Archäologische Funde aus Ost- und Westpreußen, aus Estland und Schlesien belegen den Konsum von Tabak mit Tonpfeifen schon seit dem frühen 17. Jahrhundert.
 
 
  Wie Tonpfeifen hergestellt wurden, zeigt die Ausstellung ebenso wie Produkte aus Warschau und in den beiden wichtigen preußischen Manufakturen in Rostin in der Neumark und in Sborowski in Oberschlesien aus dem 18. Jahrhundert.

Im Vergleich mit den Funden von Tonpfeifen aus Verbrauchsorten wie Lüneburg können Aussagen über die Vorlieben der Tonpfeifenraucher gemacht werden. Zahlreiche Leihgaben aus dem In- und Ausland verdeutlichen den Konkurrenzkampf der Tonpfeifen gegen Pfeifen aus anderen Materialien.
KnasterKOPF - die Fachzeitschrift für Tonpfeifen und historischen Tabakgenuss
KnasterKOPF - die Fachzeitschrift
für Tonpfeifen und historischen Tabakgenuss
 
  Die Ausstellung wurde von Ralf Kluttig-Altmann und Martin Kügler vom Arbeitskreis Tonpfeifen erarbeitet und ist mit einer internationalen Tagung vom 30.4. bis 1.5.2004 im Museum verbunden.
Interessenten für das "Tabakkollegium" am 11. Juni 2004, um 19.00 Uhr, in der historischen Kronendiele des Lüneburger Kronen-Brauhauses, melden sich bitte im Museum.
 
Gesteckpfeifenkopf mit Hexen-Relief Fa. Gambier, Frankreich (?), Mitte 19. Jh. Stadtmuseum Tartu/Dorpat, Estland
Gesteckpfeifenkopf mit Hexen-Relief
Fa. Gambier, Frankreich (?), Mitte 19. Jh.
Stadtmuseum Tartu/Dorpat, Estland

Pfeifenform und Tonpfeife,
Westerwald, 19./20. Jh.

Sammlung Kluttig & Kügler
 
 
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