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Ostpreußisches Landesmuseum in Lüneburg
 
  Wechselausstellungen 2002/2003
 
07. September 2002 bis 26. Januar 2003
Mit Windkraft und Propeller
Bilder aus Ostpreußens Luftfahrtgeschichte

Ausstellungseröffnung:
Freitag, 06. September, 19.30 Uhr

  Plakat/Präsentkarte des ersten deutschen Küstensegelflug-Wettbewerbs in Rossitten 1923 (Sammlung H. Waschkowitz)
Plakat/Präsentkarte des ersten deutschen Küstensegelflug-Wettbewerbs in Rossitten 1923,
(Sammlung H. Waschkowitz)
1922 war ein wichtiges Jahr für die ostpreußische Luftfahrtgeschichte. Im Sommer wurde in Rossitten auf der Kurischen Nehrung ein für den Segelflug hervorragendes Gelände entdeckt.

Aufwinde, die sich am Dünenhang bildeten, ermöglichten den einfachen Konstruktionen einen längeren Verbleib in der Luft als anderswo.

Schon im folgenden Jahr, 1923, veranstaltete man hier den ersten deutschen Küstensegelflug-Wettbewerb, und Rossitten wurde neben der Wasserkuppe auf der Rhön zum wichtigsten Zentrum des Segelfluges in Deutschland vor 1945.

  Der ostpreußische Lehrer Ferdinand Schulz (1892-1929) flog hier Bestleistungen und Weltrekorde.

Durch sein Engagement kam es 1926 zur Gründung der Segelfliegerschule, die in den Sommermonaten Flugbegeisterte aus ganz Deutschland ebenso wie aus vielen anderen Ländern nach Rossitten zog.



Ferdinand Schulz in seiner Eigenkonstruktion FS 3, der sog. "Besenstielkiste", mit der er am 11. Mai 1924 mit 8 Stunden 42 Minuten in Rossitten eine Weltbestleistung im Dauerflug erzielte
(Sammlung K.Matthe)

Ferdinand Schulz in seiner Eigenkonstruktion FS 3, der sog. Besenstielkiste, mit der er am 11. Mai 1924 mit 8 Stunden 42 Minuten in Rossitten eine Weltbestleistung im Dauerflug erzielte (Sammlung K.Matthe)
  Fokker F III der Deruluft, 1924 (Lufthansa-Bildarchiv)
Fokker F III der Deruluft, 1924
(Lufthansa-Bildarchiv)


Am 30. April 1922 startete vom Königsberger Flughafen Devau eine Fokker F III zum Flug nach Moskau und eröffnete damit eine regelmäßige Flugverbindung zwischen Deutschland und der erst wenige Jahre alten Sowjetunion.

Die Deutsch-Russische Luftverkehrs-Gesellschaft (Deruluft), 1921 gegründet, war ein Gemeinschaftsunternehmen beider Staaten und eine der ersten Luftfahrt-Gesellschaften, die einen festen Flugplan einhielt.

 
 
  Königsberg-Moskau war damals die längste Flugstrecke, die an einem Tag bewältigt werden konnte; die Flugzeit betrug neun Stunden. Schon bald verband die Deruluft mehrere russische Städte und die Hauptstädte der baltischen Staaten mit Königsberg und Tilsit.

1925 wurde Berlin in das Streckennetz aufgenommen. Wachsende politische Spannungen zwischen Deutschland und der Sowjetunion führten 1937 zum Ende des völkerverbindenden Unternehmens.

Deruluft-Maschine Dornier Merkur vor dem Flughafengebäude Königsberg-Devau, Mai 1927 (Lufthansa-Bildarchiv)
Deruluft-Maschine Dornier "Merkur" vor dem Flughafengebäude Königsberg-Devau, Mai 1927
(Lufthansa-Bildarchiv)
 
Schulgleiter über der Kurischen Nehrung bei Rossitten, um 1926 (Foto: P. Isenfels, Sammlung K. Matthe)
Schulgleiter über der Kurischen Nehrung
bei Rossitten, um 1926

(Foto: P. Isenfels, Sammlung K. Matthe)
Segelflieger Peltzner in einem Peltzner in einem Hängegleiter, Rossitten 1924 (Sammlung H.-G. Klemm)
Segelflieger Peltzner in einem Peltzner in einem Hängegleiter, Rossitten 1924 ,
(Sammlung H.-G. Klemm)
 
Junkers F13 der Deruluft mit Pilot J. Stollbrock (li.) sowie einem kleinen Bären und einem Fuchs auf der Tragfläche, um 1928 (Lufthansa-Bildarchiv)
Junkers F13 der Deruluft mit Pilot J. Stollbrock (li.) sowie einem kleinen Bären und einem Fuchs auf der Tragfläche, um 1928
(Lufthansa-Bildarchiv)
Werbeanzeige der Deruluft, um 1930 (Lufthansa-Archiv)
Werbeanzeige der Deruluft, um 1930
(Lufthansa-Archiv)
 
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